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Reise nach Südnorwegen im Juni 2011

Die Bildergalerie der Reise finden Sie hier

19.Tag - 20.06.2011

Heute müssen wir bis an die Südspitze Norwegens kommen und nach Verlassen des Campingplatzes peilen wir schnurrstracks diese Richtung an. Auf der Straße RV13 ist es heute Vormittag sehr ruhig und wir können die Landschaft genießen, während wir erst entlang des Røldalsvatnet und anschließend durch das Brattlandsdalen fahren. Die Gegend hier ist alles andere als dicht besiedelt. Weiter verläuft die Straße RV13 entlang des Suldalsvatnet Richtung Sand. Wir sind heute Morgen so mit der Gegend beschäftigt, dass wir die neongelben Schilder am Straßenrand glatt ignorieren. Als sich vor Sand die Straße südwärts wendet, stehen wir vor einem Schild, das auf eine Sperrung der Straße hinweist. Hätten wir doch nur mal früher einen Blick auf die neongelben Schilder geworfen. Wir halten am Straßenrand an und packen unsere Karte aus. Wir haben uns noch nicht mal richtig in die Karte vertieft, hält schon ein Norweger neben unserem Fahrzeug an. Hilfsbereit erklärt er uns den besten Weg, wie wir zum Fähranleger in Nesvik kommen. Wir freuen uns über die nette Hilfe und fahren einige Kilometer den Weg zurück, den wir gerade entlang gekommen sind.

Die Straße FV632 führt uns über das Gebirge an den Jøsenfjord, wo wir entlang des Nordufers wieder zur Straße RV13 kommen. Diese führt zum Fähranleger in Nesvik. Wir setzen nach Hjelmeland über und setzen unseren Weg weiter fort. Die Umgebung ist jetzt dichter bewohnt und nicht mehr so idyllisch wie vor Erreichen des Jøsenfjords.

Helleren

In Tau kaufen wir noch einige Lebensmittel ein, dann geht es weiter. Immer noch folgen wir der Straße RV13. In Oanes steht die nächste Fährüberfahrt nach Lauvvika auf dem Programm. Nachdem die letzten Kilometer so eintönig waren, wollen wir ein wenig Abwechslung in die Fahrt bringen. Über die Nebenstrecken FV508 und FV45 kommen wir durch etwas weniger dicht besiedelte Gebiete. Wir erreichen die Europastraße E39, der wir bis Krossmoen folgen. Über die Straße FV42 gelangen wir nach Egersund, wo wir auf die Straße FV44 wechseln. Die schmal ausgebaute Straße schlängelt sich zwischen abgerundeten Felsen der Küste entgegen. Wir durchqueren Hauge und gelangen an den Jøssingfjord nach Helleren. In Helleren befinden sich die beiden bekannten Häuser, die unter einer überhängenden Felswand gebaut wurden. Es ist ein faszinierender Anblick, der sich uns hier bietet.

An der Südküste

Nach kurzer Rast geht es aber weiter. Die Straße FV44 schlängelt sich bis Flekkefjord durch die Felsenlandschaft. Dort gelangen wir wieder auf die E39. Da wir erst am nächsten Morgen in Kristiansand ankommen wollen, biegen wir bei Lunde auf die Straße FV456 ab, an der wir auf einem Parkplatz einen schönen Platz für die Nacht finden. Mit einem Abendessen auf einem Felsen mit Blick auf die Schären lassen wir unseren diesjährigen Urlaub ausklingen. Wir genießen bei Sonnenschein den letzten Abend in Norwegen und schauen wehmütig auf die herrliche Landschaft, die sich durch untergehende Sonne rot verfärbt.

20.Tag - 21.06.2011

Fähranleger Kristiansand

Wir stehen zeitig am Morgen auf und fahren zum Fähranleger in Kristiansand. Wir sind noch ziemlich früh dran und reihen uns in der Schlange vor den Check-In-Schaltern ein. Jetzt haben wir Zeit für unser Frühstück. Wir lassen es dabei gemütlich angehen und warten anschließend bis die Schalter öffnen. Das Personal legt die norwegische Gelassenheit an den Tag und so dauert es eine ganze Weile bis wir an der Reihe sind. Nachdem wir uns erfolgreich eingecheckt haben, warten wir auf dem Hafengelände auf das Eintreffen unserer Fähre aus Hirtshals. Diese legt pünktlich an und wir können dem Entladen zuschauen. Beim Beladen der Fähre sind wir ausnahmsweise schon bei den ersten, die auf die Fähre dürfen. So haben wir die seltene Gelegenheit die Beladung der Fähre vom Sonnendeck aus zu verfolgen. Pünktlich legt die Fähre ab und wir entfernen uns vom norwegischen Festland. Die Stimmung ist bei uns daher etwas gedrückt.

Die gesamte Überfahrt verläuft ruhig und wir entspannen uns noch mal, bevor wir später für Stunden im Fahrzeug sitzen werden. Nachdem wir im Hafen von Hirtshals um die Mittagszeit eingelaufen sind, geht es ohne weiteren Aufenthalt Richtung Deutschland. Auf der Autobahn durch Dänemark können wir uns langsam wieder an dreistellige Geschwindigkeiten gewöhnen. Ab der deutschen Grenze wird es dann wieder lebhafter. Mit einigen kurzen Pausen und einem längeren Halt für das Abendessen geht es über die A7 und A5 zurück in die Heimat, wo wir mitten in der Nacht ankommen. Unsere schöne Reise ist nun leider zu Ende.