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Reise nach Südnorwegen im Juni 2011

Die Bildergalerie der Reise finden Sie hier

13.Tag - 14.06.2011

Nordfjord

Nach Verlassen des Campingplatzes führt uns unser heutiger Weg nach Osten ins Landesinnere. Wir fahren entlang des Nordfjords auf der Straße RV15. Wir stoppen in Nordfjordeid zum Einkaufen und gelangen anschließend nach einem kurzen Stück E39 auf die Straße FV698, die in die FV613 übergeht. Diese wird als Panoramastraße vermarktet. Die Straße verläuft entlang der Bergflanke und man hat an vielen Stellen einen schönen Ausblick auf den Nordfjord und die Berge auf der Südseite. Die Straße ist relativ gut ausgebaut, so dass man das Panorama auch genießen kann.

Horndøla bru

In der Nähe von Svarstad gelangen wir wieder auf die Straße RV15. Wir biegen nach links ab und fahren nach Hornindal. Wir befahren die Straße FV60 bis wir die alte Steinbrücke Horndøla bru erreichen. Neben der Brücke befindet sich auch der Jungfrauenstein, der in vielen Abbildungen zu sehen ist.

Da wir Richtung Jostedalsbreen wollen, kehren wir hier um. Auf der Straße RV15 gelangen wir nach Stryn, wo wir nochmals einkaufen. Anschließend geht es weiter zum Lovatnet, wo wir auf dem Campingplatz in Sande einchecken. Der Platz liegt herrlich angelegt direkt am Wasser und die Aussicht auf die Berge der Umgebung und die Ausläufer des Jostedalsbreen.

14.Tag - 15.06.2011

Heute hatten wir geplant an einer geführten Gletscherwanderung auf den Bødalsbreen teilnehmen. Doch das schlechte Wetter hält uns davon ab. Wir fahren stattdessen zurück nach Stryn und von dort weiter an den See Oppstrynsvatnet. Wir wollen auf gut Glück eine kleine Wanderung unternehmen. Leider gestaltet sich hier schon mit der Parkplatzsuche schwierig.

Briksdalsbreen

Wir fahren deshalb wieder zurück und beschließen aufgrund der größer werdenden Wolkenlücken zum Briksdalsbreen im Oldedalen zu fahren. Vor dem kleinen Ort Olden am Eingang des Oldedalen liegen heute 3 Kreuzfahrtschiffe vor Anker und im Hafengebiet wimmelt es von Passagieren und Bussen. Die Fahrt durch das Oldedalen selbst ist aber recht ruhig. Wir stellen unser Auto auf dem Parkplatz beim Briksdalsbreen-Besucherzentrum ab und wandern von dort zur Gletscherzunge. Es sind viele Kreuzfahrttouristen unterwegs und es ist sehr amüsant, diese mit sehr leichtem Schuhwerk zum Gletscher stolpern zu sehen.

Lovatnet

Am Briksdalsbreen angekommen suchen wir uns ein gemütliches Plätzchen abseits des Touristenstromes. Wir werden etwas oberhalb des kleinen Gletschersees fündig und genießen die Aussicht auf den Eisriesen aus nächster Nähe. Nachdem wir einige Fotos gemacht haben und uns gestärkt haben, wandern wir zurück zum Fahrzeug. Wir fahren zurück zum Campingplatz in Sande und freuen uns über den schönen Abend. Die Wolken haben sich zum größten Teil verzogen und die Berge und die Eiskappe des Jostedalsbreen leuchten in den schönsten Rottönen. Ein herrlicher Abend.

15.Tag - 16.06.2011

Lovatnet

Im Gegensatz zu gestern herrscht heute Morgen schon schönes Wetter. So steht unserer Gletscherwanderung nichts mehr im Wege. Um 10 Uhr ist Treffpunkt an der Hütte der Gletscherführer direkt auf dem Campingplatz. Nach kurzer Einweisung fahren wir im Konvoi entlang des Lovatnet und biegen später ins Bødalen ab. Am Ende der Straße bei Bødalsseter parken wir die Fahrzeuge und laufen etwa 5 Minuten bis zur Hütte des Veranstalters der Gletscherwanderung. Dort werden wir mit Steigeisen, Eispickel, Helm und Seil ausgerüstet.

Bødalsbreen

Nun geht es mit kurzen Pausen weiter zur Gletscherzunge, wo wir die erhaltene Ausrüstung anlegen. Als alle Mitwanderer ins Seil eingebunden sind, geht es los. Erst über ein kleines Schneefeld und dann auf das Eis des Gletschers. Zu unserer Überraschung ist es gar nicht steinhart gefroren sondern besteht aus vielen kleinen Eisstückchen. Das Laufen mit den Steigeisen fällt erstaunlich leicht. Man muss allerdings darauf achten mit den Füssen einen sicheren Stand zu haben. Mit einigen kurzen Pausen geht es bergan. Der Guide erklärt bei den Pausen einiges zum Gletscher und zur Umgebung, was sehr interessant ist. Vorbei an kleinen Gletscherspalten gewinnen wir immer mehr an Höhe. In eine horizontal verlaufende Gletscherspalte gehen wir sogar ein paar Meter hinein. Bevor das Terrain spaltenreicher und für uns Ungeübte zu schwierig wird, machen wir eine Essenspause.

Bødalen

Dann geht es wieder an den Abstieg. Leider ist Zeit auf dem Gletscher viel zu schnell vorbeigegangen. Wir gehen den Weg zurück zur Hütte, wo wir die Ausrüstung wieder abgeben. Mittlerweile machen sich auch unsere schweren Beine bemerkbar. Das Laufen mit Steigeisen war ganz schön angestrengt. Nachdem wir ans Auto zurückgekehrt sind, fahren wir an den Campingplatz zurück und genießen den schönen Abend, wobei wir die Erlebnisse des Tages noch mal Revue passieren lassen.