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Reise nach Südnorwegen im Juni 2011

Die Bildergalerie der Reise finden Sie hier

10.Tag - 11.06.2011

Nach dem Verlassen des Campingplatzes am frühen Morgen decken wir uns mit Vorräten für das lange Pfingstwochenende ein. Danach umrunden wir den Åsefjord und fahren nach Langevåg. Dort befindet sich der Fabrikverkauf von Bergans, dem wir einen Besuch abstatten wollen. Wir hoffen dass die Auswahl hier besser ist als bei Dale. Dies ist zum Glück der Fall. Nach dem Shoppen fahren wir die Straße FV657 zurück bis wir zur die Straße FV61 gelangen. Dieser folgen wir Richtung Süden. Ålesund war der Wendepunkt unserer Reise, ab jetzt geht wieder Richtung Süden.

Gurskøya

Mit der Fähre überqueren wir den Sulafjord und befinden uns auf der Insel Hareidlandet. Diese durchqueren wir um über eine Brücke auf die Insel Gurskøya zu gelangen. In Årvika geht die Fähre zurück zum Festland ab und dort fahren wir auf der Straße FV61 weiter. Im Ort Åheim wechseln wir zur Straße FV620 um zur Halbinsel Stadlandet zu gelangen. Dort angekommen fahren wir Richtung Vestkapp. Eigentlich wollten wir auf dem kleinen Campingplatz in Refsnes bleiben, aber als wir vor Ort sind, beschließen wir lieber weiterzufahren. Es sieht hier irgendwie nicht so einladend aus.

Vestkapp

Da es von hier ab nur ein paar Kilometer zum Aussichtsplateau des Vestkapps sind, fahren wir das kleine Stück heute auch noch. Eigentlich wollten wir erst morgen die Halbinsel erkunden. Es hängen immer noch einige Nebelschwaden in der Luft, aber das Meer und die Klippen sind trotzdem gut zu erkennen. Nachdem wir uns eine Weile umgeschaut haben, fahren wir die komplette Halbinsel zurück und quartieren uns auf dem Campingplatz im Hauptort Selje ein. Dort genießen wir den Abend, nachdem sich das Wetter mittlerweile gebessert hat.

11.Tag - 12.06.2011

Straße nach Indre Fure

Wir stehen relativ früh auf, um noch in Ruhe die Dusche benutzen zu können, bevor der Rest des Campingplatzes erwacht. Die Anzahl der Duschen passt nicht zur Größe des Platzes. Leider hängt wieder eine dicke Nebelsuppe in den Bergen. Und das wo wir heute die Vestkapp-Gegend erkunden wollen. Nach dem Frühstück fahren wir von Selje nach Leikanger und von dort weiter nach Indre Fure. Die letzten Kilometer windet sich die schmale Straße direkt am Meer zwischen den Felsen entlang. Bei dem nebeligen Wetter fühlt man sich wie am Ende der Welt. Es sind keine anderer Menschen unterwegs was den Eindruck der Landschaft hier noch verstärkt.

Wir fahren die Straße zurück nach Drage und von dort nach Hoddevika. Die Straße geht über die Berge, wo wir im dichten Nebel den Verlauf der Straße fast nur erahnen können. Als sich der Nebel endlich lichtet stehen wir vor den ersten Häusern des kleinen Dorfes. Die Straße endet an der Hafenmole. Von dieser aus kann man die gesamte Bucht überblicken und wir lassen die Stimmung des Ortes auf uns wirken und machen einige Fotos. Die Bootshäuser entlang des Strandes geben ein schickes Motiv ab.

Ervik

Um von Hoddevika nach Ervik zu gelangen müssen wir fast bis Leikanger zurück fahren. In Ervik gibt es einen Friedhof mit einem kleinen Glockenturm. Direkt hinter dem Friedhof laufen die Wellen des Nordmeers am breiten Strand aus. Der Nebel passt gut zur Stimmung dieses Ortes. Es wirkt alles ein wenig bedrückend.

Straße nach Honningsvåg

Wir fahren weiter nach Honningsvåg, das wir bisher eigentlich immer mit der Insel Magerøya und dem Nordkapp verbunden haben. Dass es am Vestkapp auch ein Ort gleichen Namens gibt überrascht uns. Wir fahren bis die Straße am Ortsende aufhört. Wir stellen uns vor wie einsam hier das Leben sein muss, obwohl man von schöner Landschaft umgeben ist.

Danach verlassen wir die Halbinsel Stadlandet. Das Vestkappplateau lassen wir wegen des dichten Nebels aus. Wir machen nochmal kurz Station in Selje und fahren dann auf der Straße FV618 nach Maløy. Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich auch heute etwas schwierig. Der Platz in Deknepollen bietet zwar wunderschöne Stellplätze direkt am Meer, scheidet aber wegen nicht gerade sauberen sanitären Anlagen aus. Am heutigen Feiertag ist wohl niemand zum Putzen gekommen. Deshalb fahren wir die Straße RV15 nach Osten und finden in Bryggia einen Campingplatz, der uns sehr gut gefällt. Dort genießen wir den Abend mit Blick auf den Fjord bei mittlerweile schönem Wetter. Wir nutzen auch die Gelegenheit unsere nassen Kleider der letzten Tage mal an der Sonne zu trocknen.

12.Tag - 13.06.2011

Kannesteinen

Heute ist endlich wieder schönes Wetter. Wir fahren vom Campingplatz wieder zurück nach Måløy auf die Insel Vågsøy. Nach Überquerung der Brücke biegen wir sogleich links ab und folgen der Straße FV621 bis ans Ende nach Nordoppedalen. Dort befindet sich das erste Highlight des heutigen Tages. Versteckt zwischen den Felsen befindet sich der Kannestein, eine durch die Kräfte des Meeres abgeschliffene Felsformation. Da wir heute sehr zeitig unterwegs sind, haben wir den Platz für uns ganz alleine und wir können in Ruhe den Fels und die Umgebung betrachten und Fotos schießen.

Danach fahren wir etwa 2km die Straße zurück bis eine kleine Straße zum Leuchtturm Hendanes fyr abzweigt. Wir stellen unser Fahrzeug auf einem kleinen Parkplatz am Ende der Straße ab und wandern von dort die restlichen etwa 500m bis zum Leuchtfeuer. Wir genießen von hier den Ausblick auf die Bucht unter uns und das offene Meer.

Kråkenes fyr

Um auf den Nordteil der Insel Vågsøy zu gelangen müssen wir zuerst wieder nach Måløy zurück und von dort auf der Straße FV617 bis nach Raudeberg, wo wir auf die Straße FV600 abbiegen. Von Kvalheim aus hat man einen schönen Blick auf den Südteil der Insel, wo wir am Morgen waren. Die Straße steigt nach dem Ort an und überquert die Berge. Es bietet sich ein schöner Blick nach Norden auf Stadlandet, das sich in gesamter Länge zeigt. Die Straße endet am Leuchtturm Kråkenes fyr. Auch dieser Leuchtturm ist malerisch an der Felsenküste gelegen und es ergeben sich schöne Ausblicke aufs Meer und das Vestkapp.

Refvika

Wir fahren anschließend zurück bis in Hagen die Straße FV622 nach Refvika beginnt. Dort ist vor allem der riesige weiße Sandstrand zu erwähnen, der sich über die gesamte Breite der Bucht erstreckt. Ein traumhafter Anblick, der uns an die Lofoten erinnert. Wir fahren die Straße FV622 weiter im Uhrzeigersinn und erreichen im Norden den Startpunkt der Wanderung zum Leuchtturm Skongenes fyr.

Skongenes fyr

Der Weg ist gut ausgeschildert und geht mit etwas auf und ab über einige sumpfige Stellen bis an die Nordspitze von Vågsøy. Wir brauchen dafür ungefähr eine Stunde. Nach der Wärme während der Wanderung durch das Inselinnere sind wir froh, dass die kühle Seeluft uns etwas Abkühlung verschafft. Wir machen Rast auf den Stufen des Leuchtturmgebäudes und genießen bei absoluter Ruhe die Aussicht auf Stadlandet und das Meer. Obwohl es in der Karte eine zweite Wegvariante für den Rückweg gibt, können wir diese auch mit etwas Suche nicht finden. Wir gehen daher den gleichen Weg zurück. Wir fahren anschließend mit dem Auto auf der FV622 weiter nach Måløy und dann den bekannten Weg zurück auf den Campingplatz in Bryggja.