www.nordischer-traum.de

Reise nach Südnorwegen im Juni 2011

Die Bildergalerie der Reise finden Sie hier

1.Tag - 02.06.2011

Unsere diesjährige Reise nach Norwegen beginnt am frühen Abend. Das Wetter ist sehr sonnig und nicht zu heiß, ideal um auf große Fahrt zu gehen. Vom Südwesten Deutschlands verläuft unsere erste Etappe über A5 und A7 nach Norden. Von wenigen Baustellen abgesehen verläuft die Fahrt ohne besondere Vorkommnisse. Das Verkehrsaufkommen hält sich heute Abend in Grenzen. Kurz nach Mitternacht passieren wir den Hamburger Elbtunnel. Unsere Fahrt endet an der Raststätte Brokelande, wo wir uns zum Schlafen legen.

2.Tag - 03.06.2011

Strand bei Hirtshals

Nach dem Frühstück geht es auf der A7 weiter Richtung dänische Grenze, die wir am frühen Vormittag überqueren. Wir erreichen um die Mittagszeit die Hafenstadt Hirtshals, wo wir unser Fahrzeug im Hafengelände parken, um das Städtchen und den Hafen zu Fuß zu erkunden. Die restlichen Touristen erwecken bei uns den Eindruck, dass diese auch auf die nächste Fähre nach Norwegen warten. Etwas außerhalb der Stadt wandern wir durch die Dünen beim Leuchtturm. Von hier ergibt sich ein schöner Ausblick auf den Skagerrak. Am Horizont ist die Südküste Norwegens auszumachen, das Ziel unserer abendlichen Überfahrt.

Leuchtturm von Hirtshals

Nachdem es Abend geworden ist, fahren wir zum Colorline-Terminal , checken ein und nutzen die anschließende Wartezeit auf die Fähre mit einem gemütlichen Abendessen. Nachdem unser Fährschiff pünktlich aus Norwegen angekommen ist, können wir dem Entladen zuschauen. Das geht zu unserer Überraschung ziemlich flott und schon bald sind wir an der Reihe auf das Schiff zu fahren. Dieses Mal werden wir aufs LKW-Deck eingewiesen.

Abendsonne bei Hafenausfahrt

Kurz vor 21 Uhr legt die Fähre ab und wir fahren Norwegen entgegen. Das Auslaufen verfolgen wir auf Deck. Allerdings wird es mit der Zeit doch recht frisch und wir beschließen das Innere des Schiffes aufzusuchen. Da die Fähre nicht voll besetzt ist, gibt es genügend Sitzgelegenheiten. Um Mitternacht erreichen wir den Hafen von Kristiansand. Nachdem sich der Stau bei der Hafenausfahrt gelegt hat, fahren wir noch einige Kilometer auf der Straße FV456, wo wir einen gemütlichen Platz für die Nacht finden.

Das Wetter war heute den ganzen Tag sehr schön. Wir hoffen dass uns das Wetter auch in den nächsten drei Wochen wohlgesonnen ist.

3.Tag - 04.06.2011

Zumindest für heute scheinen wir Glück mit dem Wetter zu haben. Es ist immer noch wolkenlos und die Sonne scheint vom tiefblauen Himmel. Nach dem Frühstück geht es auf der Straße FV456 weiter. Wir machen noch einen kurzen Einkaufstopp, dann fahren dann via E30 und FV461 zur Straße RV9, die uns nach Norden bringen soll.

Stromschnellen Syrtveitfossane

Wir nutzen die direkt an der RV9 gelegenen Stromschnellen Syrtveitfossane für eine kurze Pause. Anschließend geht es weiter durch das Setestal. Da wir in diesem Urlaub norwegische Passstraßen mit Schneewänden am Straßenrand sehen wollen, zweigen wir in Nomeland auf die Straße FV337 ab. Vielleicht haben wir Glück und es liegt noch etwas Schnee. Da es heute sehr warm ist und im Setestal schon Hochsommer herrscht, machen wir uns nicht all zu viel Hoffnung darauf. Die Straße windet sich höher und höher und als wir die Baumgrenze überschritten haben, liegen tatsächlich noch Schneereste an geschützten Stellen entlang der Passstraße. Kurz nach Erreichen der Passhöhe kehren wir um und fahren zur RV9 zurück.

am Byklestigen

Weiter geht es Richtung Norden. Den nächsten Halt legen wir am "Gamle Byklestigen", einem alten Saumpfad, ein. Hier wollen wir nach den vielen Fahrkilometern ein wenig die Beine vertreten und schnüren unsere Wanderschuhe. Wir folgen der alten Passtrasse bis wir eine Holztreppe erreichen, die auf die Felsen führt. Dies ist der alte Saumpfad, der vor Tunnel und asphaltierter Straße über den Berg führte. Wir steigen höher und höher bis wir ein kleines Birkenwäldchen erreichen. Dort treffen wir auf den Weg, der zurück zu unserem Fahrzeug führt, das wir in der Nähe eines Bauernhofes abgestellt haben. Die kurze Wanderung hat uns gut getan und mit frischer Energie geht es motorisiert weiter.

Haukelifjell

Nachdem wir den Wintersport Hovden durchquert haben, senkt sich die Straße abwärts und wir erreichen Haukeli. Dort biegen wir auf die E134 ein und folgen dieser nach Westen. Das Haukelifjell wollen wir auf der alten Passstraße überqueren. Allerdings ist diese nur ein kurzes Stück befahrbar, dann verschwindet der Asphalt unter Schnee. An eine Weiterfahrt mit Sommerreifen ist nicht zu denken. Unser Umkehrpunkt liegt auf der ersten Anhöhe und vor uns breitet sich ein wunderschöner Blick über das Haukelifjell und dem See Kjelavatn aus. Dieser ist teilweise noch zugefroren. Nach dem heißen Hochsommertag heute ein gewaltiger Kontrast.

Wir fahren zurück zur E134, um dieser bis zum Ort Røldal zu folgen, wo wir auf dem Campingplatz übernachten. Beim Essen in der Abendsonne lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.