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Reise zu den Lofoten im Juni/Juli 2009
Rückfahrt

20.Tag - 13.07.2009 - Fortsetzung

Vor Ort sind wir allerdings etwas enttäuscht, da sich das Ganze wohl noch im Aufbau befindet und es außer ein paar Netzgehegen nicht viel anzuschauen gibt. Wir entschließen stattdessen zu einem Stadtbummel in Brønnøysund. Wir füllen noch unsere Vorräte im örtlichen Supermarkt auf und fahren über die RV76 die 100km zurück zur E6, der wir weiter südwärts folgen.

Tor nach Nord-Norge

Der Rest des Tages besteht fast nur aus Fahren. Es ist an der Zeit langsam Richtung Heimat zu kommen. Abends machen wir in Trondheim einen kurzen Stopp an der Festung, die leider schon geschlossen ist. Wir umrunden das Bauwerk zu Fuß und schauen dabei auf die Stadt hinab, bevor wir uns wieder ins Auto setzen und noch etwas weiter fahren. In der Nähe von Støren werden wir auf einem Rastplatz fündig und nach dem späten Abendessen legen wir uns schon bald zur Ruhe. Das lange Fahren hat uns ziemlich ermüdet. Auch heute hatten wir wieder Glück mit dem Wetter. Außer einem kleinen Schauer unterwegs hatten wir an der Küste das schönste Sommerwetter.

21.Tag - 14.07.2009

Rondane

Auch heute haben wir wieder einen langen Weg vor uns. Wir fahren weiter auf der E6 südwärts bis zum Dovrefjell, wo wir das erste Mal kurz anhalten und das Panorama genießen. Bei Hjerkinn biegen wir auf die RV29 und kurz darauf auf die RV27 ab, um noch etwas vom Rondanegebiet zu sehen. Wir fahren erst durch lichte Nadelwälder und später dann über eine ziemlich karge Hochebene. Je näher wir wieder an die E6 kommen, desto höher wird die Hüttendichte. Leider verschlechtert sich jetzt auch etwas das Wetter und es regnet als wir in Ringebu an der Stabkirche Halt machen.

Stabkirche Ringebu

Wir warten bis der Regen vorbei ist, schießen ein paar Fotos und laufen etwas auf dem Gelände umher. Den Eintritt für die Kirche sparen wir uns, obwohl es uns schon interessiert hätte, wie sie im Inneren aussieht.
Wir folgen weiter der E6 bis Hamar, wo wir an der Eislaufhalle kurz Halt machen. Jetzt sind wir richtig im Süden angekommen. Der Verkehr wird dichter und wir passieren bald die Hauptstadt Oslo. Wir wollen heute noch bis Moss weiterfahren und uns am Oslofjord auf einem Campingplatz einmieten. Leider ist der einzige Campingplatz bei Moss schon ziemlich ausgebucht. Da wir aber keine Lust auf die Weiterfahrt haben, beschließen wir hier zu bleiben.

Wir bekommen einen Platz zugewiesen, der auf einer Wiesenfläche neben dem eigentlichen Campingareal ist. Uns wird erst an Ort und Stelle klar, daß dies eigentlich nur ein öffentlicher "Parkplatz" beim Campingplatz ist und uns dementsprechend ärgert. Wir machen aber das Beste aus der Situation und finden uns für die eine Nacht mit diesem Umstand ab. Wir trösten uns damit, dass wir die luxeriösen Duschen und die Küche des Platzes ausgiebig nutzen.

Sonnenuntergang Oslofjord

Nach dem Abendessen gehen wir noch zu den Felsen am Meer und schauen unserem letzten Sonnenuntergang des Urlaubs an. Wegen der Mitternachtssonne im hohen Norden kamen wir bisher nicht in den Genuss Sonnenuntergänge zu sehen. Der Oslofjord wird an diesem Abend in ein richtig warmes Licht getaucht, was uns den Abschied von diesem schönen Land noch schwerer macht.

22.Tag - 15.07.2009

Nach unserer letzten Nacht in Norwegen verlassen wir den "schicken" Parkplatz und fahren auf der E6 die letzten Kilometer durch Norwegen. Die Fahrt auf der Autobahn verläuft von einer Baustelle abgesehen recht eintönig. In Schweden sorgt das Tanken für etwas Abwechslung, da es Diesel nur an der Automatenzapfsäule gibt, die etwas kompliziert mit Bargeld zu füttern ist. Irgendwann haben wir doch ein paar Liter Diesel abgezapft, so dass wir die Fahrt fortsetzen können. In Helsingborg nehmen wir wieder die Fähre, eine willkommene Abwechslung zu der ganzen Fahrerei.

Kaum in Dänemark haben wir noch ein Erlebnis der besonderen Art: Bei der Fahrt über die Autobahn will vor uns ein etwas größerer Vogel die Straße überqueren und rauscht dabei in den Rückspiegel an der Beifahrerseite und zerschellt am Fenster der Beifahrertür. Wir bekommen einen Riesenschreck und merken einige Zeit später, dass der Spiegel eingeklappt ist. Wir manövrieren uns trotzdem heil durch den Berufsverkehr um die dänische Haupstadt. Erst später kommt ein Parkplatz, wo wir den Spiegel wieder in Ordnung bringen und die Überreste des Vogels von der Scheibe entfernen können.

Die weitere Fahrt bis Rødbyhavn verläuft dann ohne besondere Vorkommnisse. Wir nehmen die nächste Fähre und sind schon bald in Deutschland zurück. Wir machen in Heiligenhafen Station, wo wir in einem Restaurant essen und durch das kleine Städtchen spazieren. Die Vorbereitungen für das Hafenfest am nächsten Wochenende laufen auf vollen Touren und es ist ganz schön was los.

23.Tag - 16.07.2009

Timmendorfer Strand

Wir fahren zum Strand von Heiligenhafen und schlendern etwas am Sandstrand entlang. Es ist richtig schick hier. Das gute Wetter tut sein übriges und wir genießen unseren letzten Urlaubstag. Weiter geht's zum Timmendorfer Strand. Es ist dort schwierig einen Parkplatz zu bekommen, aber wir werden bei einem Einkaufszentrum fündig. Wir laden unsere Räder ab und fahren damit Richtung Zentrum. Überrascht stellen wir fest, dass es dorthin gar nicht weit ist und wir eigentlich auch laufen hätten können. Wir lassen auch bald unsere Räder stehen und schlendern an der Strandpromenade entlang. Leider ist der Zutritt zum Strand ohne Kurtaxe zu bezahlen nicht möglich, so schauen wir diesen lediglich vom Bootsanleger an. Es ist zwar schön hier, aber für unseren Geschmack zu überlaufen. Vor der Weiterfahrt nach Lübeck schauen wir uns noch die Fußgängerzone an, die mit etlichen edlen Geschäften aufwartet. Uns interessieren diese allerdings nicht.

Lübeck

Kurz vor Lübeck müssen wir überrascht feststellen, dass es auch in Deutschland Mautstraßen gibt. Für einen Tunnel wird zur Kasse gebeten, der zu entrichtende Betrag hält sich Gott sei Dank in Grenzen. In Lübeck parken wir im Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofs und fahren mit den Rädern ins Zentrum. Wir besichtigen die Fußgängerzone und das berühmte Holstentor. Die Stadt ist schick anzuschauen, aber wir wollen auch bald nach Hause. Deshalb stärken wir uns noch und starten dann am späten Nachmittag Richtung Heimat.
Heute ist ganz schön viel los auf der Straße. Es läuft gut bis wir kurz vor Hannover in einen Stau geraten. Über eine Stunde geht wegen eines Unfalls nichts mehr. Danach verläuft die Fahrt wieder störungsfrei, der viele Verkehr begleitet uns jedoch bis Frankfurt. Dann wird es ruhiger und wir rollen gegen halb zwei nachts in den heimischen Hof. Die großartige Reise ist beendet. Todmüde fallen wir in unser Bett und träumen von unserer schönen Reise.