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Reise zu den Lofoten im Juni/Juli 2009
Svartisen und Torghatten

17.Tag - 11.07.2009 - Fortsetzung

Skrova

Nach einem kurzen Zwischenstopp auf Skrova steuern wir das Festland an. Die Fährfahrt verläuft nicht besonders spektakulär, so daß wir die Zeit zum Dösen nutzen. Nach der Ankunft in Skutvik fahren wir sofort Richtung E6, die wir bis Fauske befahren. Ab und zu regnet es kurz, im großen und ganzen ist das Wetter aber recht gut. In Fauske tanken wir und kaufen ein.

MS Midnatsol

Wir fahren weiter nach Bodø, wo wir "unser Schiff" - die MS Midnatsol - treffen wollen. Wir erreichen gerade noch den Hafen, als die MS Midnatsol vom Kai ablegt. Wir fahren zu Aussichtspunkt über der Stadt, von dem wir einen weiten Ausblick in Richtung Vestfjord haben. Dort können wir das Hurtigrutenschiff nochmal sehen, wie es langsam in Richtung Vestfjord schippert. Wir bleiben wehmütig zurück.

Wir verlassen Bodø und folgen der RV17 südwärts. Wir kommen durch eine herrliche, gebirgige Gegend. Das Wetter hat sich mittlerweile gebessert und die Sonne scheint wieder. So können wir die Landschaft noch besser genießen. Nach den Tagen auf den Lofoten empfinden wir es hier auf dem Festland schon fast tropisch warm.

18.Tag - 12.07.2009

Bei Glomfjord

Nach dem Frühstück fahren wir in der Nähe von Glomfjord vor dem Tunnelportal des Svartisentunnels eine Kraftwerkstraße bergwärts. Auf dieser Strecke gibt es zwei unbeleuchtete Tunnel mit Schotterbelag und vielen Schlaglöchern. Zudem ist die Straße relativ steil, was die Fahrt zu einem kleinen Abenteuer macht.

Bei Glomfjord

Am Ende der Straße genießen wir eine eindrucksvolle Aussicht über den Stausee, die Berge und einen Teil des Svartisengletschers. Da hier einige Wanderwege beginnen, kommt die Lust auf jetzt schon die Wanderstiefel zu schnüren. Wir heben uns dies jedoch für später auf.

Engabreen

Es geht wieder zurück auf die RV 17, der wir weiter südlich bis an den Holandsfjord folgen. Mit einem Boot setzen wir über den Fjord und wandern in knapp eineinhalb Stunden zum Engabreen, einer Gletscherzunge des Svartisen. Nach anfänglich wolkenlosen Himmel, hat es sich leider etwas zugezogen und es nieselt leicht. Die letzten Meter geht es über plattgeschliffene Felsen bis wir direkt vor der Gletscherkante stehen. Trotz der fehlenden Sonne strahlt das Eis ein eigentümliches blaues Licht aus. Es ist für uns sehr beeindruckend, so etwas aus der Nähe zu sehen. Wir machen uns allerdings bald auf den Rückzug, da wir mit dem nächsten Boot wieder auf die andere Fjordseite wollen.

Nach der Rückkehr zum Auto fahren wir zum nächsten Ort Forøya und begeben uns auf den dortigen Campingplatz. Bei einem Abendspaziergang lassen wir den Tag ausklingen und genießen nochmal das Panorama der umliegenden Berge. Es würde sich sicher lohnen, hier einmal einen längeren Aufenthalt einzuplanen.

19.Tag - 14.07.2009

An der RV17

Eigentlich wollten wir es heute gemütlich angehen lassen, aber wir beeilen uns nach dem Frühstück doch, um die erste Fähre nach Ågskardet zu erwischen. Wir haben Glück und fahren als eines der letzten Autos auf die Fähre. Auf der anderen Seite des Fjords heißt es an der Kolonne dranzubleiben und so fahren wir bis zum nächsten Fähranleger bei Jektvika, ohne Augen für die Gegend zu haben. Dort warten allerdings schon einige Autos und die nächste Fähre fährt ohne uns ab. Wir haben nun eine Stunde Zwangsaufenthalt, den wir leider trotz des schönen Wetters nicht so recht nutzen können, da wir uns nicht zu weit vom Anleger entfernen wollen.

Eine Fähre später fahren wir dann endlich nach Kilboghamn. Unterwegs überqueren wir dabei den Polarkreis, der auch hier durch einen Weltkugel am Ufer symbolisiert ist. Nach Wochen Aufenthalt im hohen Norden dämmert es uns, daß wir uns nun von Nordnorwegen verabschieden müssen. Wir fahren die RV17 weiter Richtung Süden. Da wir heute noch einige Kilometer vor uns haben, machen wir nur eine kurze Rast und einen kurzen Fotostopp. Ein Blick auf die Uhr überzeugt uns, die RV17 vor Nesna zu verlassen und lieber der E6 nach Süden zu folgen. Sonst wäre die Fahrt nach Brønnøysund nicht vor dem späten Abend beendet.

Laksfossen

Wir biegen also nach Mo i Rana ab und folgen ab dort der E6. Wir machen einen Stopp am Laksfossen und fahren später die RV76 nach Brønnøysund. Diese fast 100km lange und wenig befahrene Straße führt nur durch einige wenige kleine Orte. Erst an der Küste belebt es sich wieder. Wir fahren durch Brønnøysund und steuern auf den Torghatten zu, an dessen Fuße sich der Campingplatz befindet.

MS Finnmarken

Nach einem guten Abendessen und einem kleinen Spaziergang warten wir bis Mitternacht, um das nordgehende Hurtigrutenschiff MS Finnmarken zu sehen. Dieses fährt direkt am Campingplatz entlang. Wohl das letzte Mal in diesem Urlaub sehen wir die markanten schwarz-rot-weißen Schiffe. Ein bißchen Wehmut macht sich bei uns schon breit, als das Schiff unseren Augen entschwindet.

20.Tag - 13.07.2009

Torghatten Torghatten

Nach dem Frühstück checken wir am Campingplatz aus und parken auf dem nahe gelegenen Parkplatz. Von dort beginnt der Wanderweg zum Loch des Torghatten. Nach gut einer halben Stunde sind wir schon dort angekommen und bestaunen das riesige Loch im Berg. Obwohl heute einige Leute unterwegs sind, verteilt es sich doch recht gut und wir können in aller Ruhe die Aussicht auf die vorgelagerten Inseln genießen. Wir gehen auf dem selben Weg zurück zum Auto und steuern eine Fischfarm auf dem Weg nach Brønnøysund an, die besichtigt werden kann.