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Reise zu den Lofoten im Juni/Juli 2009
Austvågøya - Teil 1

8.Tag - 01.07.2009 - Fortsetzung

Magic Ice

In Svolvær besichtigen wir die Eisgalerie Magic Ice, die Skulpturen aus Eis mit effektvoller Beleuchtung in einer alten Fischlagerhalle ausstellt. Wir verbringen einige Zeit darin und sind trotz Poncho, den man am Eingang der Gallerie bekommt, etwas durchgekühlt. Wir gehen noch ins Einkaufszentrum und spazieren am Marktplatz und am Kai entlang. Gegen Abend bessert sich das Wetter und es zeigt sich zeitweise die Sonne.

MS Trollfjord

Am Abend läuft das Hurtigrutenschiff MS Trollfjord in den Hafen ein, das sich auf der südgehenden Route befindet. Nachdem wir gut eine Viertelstunde gewartet haben, bis die aussteigenden Passagiere das Schiff verlassen haben, gehen wir an Bord und schauen uns das Schiff an. Da die Liegezeiten in Svolvær länger als in Stamsund sind, haben wir heute auch keinen Zeitdruck. Später am Abend macht die nordgehende MS Nordkapp Halt, die wir natürlich auch anschauen wollen.

Anschließend steht noch die Suche nach einem guten Campingplatz auf der Tagesordnung. Wir fahren nach Kabelvåg, um dort einen der beiden Campingplätze aufzusuchen. Diese sind aber dermaßen voll, daß wir weiterfahren. Am Lyngvær Bobilcamp sieht es besser aus. Die Rezeption ist zwar nicht mehr besetzt, aber die Schranke ist offen und wir stellen uns auf einen freien Platz, um uns gleich schlafen zu legen. Der Platz macht einen guten Eindruck. Die Formalitäten können wir ja morgen noch erledigen.

9.Tag - 02.07.2009

Henningsvær

Heute ist glücklicherweise wieder schönes Wetter. Ein kalter Wind sorgt allerdings dafür, daß wir über dem T-Shirt eine Jacke brauchen. Wir fahren mit unserem VW-Bus bis an den Abzweig nach Henningsvær und fahren von dort mit dem Fahrrad zu dem bekannten Fischerort. Die Straße verläuft an der Küste entlang ein wenig auf und ab. Vor dem Ort müssen wir noch zwei Bogenbrücken überwinden, die mit dem Fahrrad etwas Kraft kosten.

Henningsvær

In Henningsvær ist es noch ruhig und wir können uns in Ruhe umsehen und schöne Fotomotive suchen. Beim Funkturm am Südende des Orts haben wir einen schönen Überblick über den Ort und die kleinen vorgelagerten Inseln. Bevor wir den Rückweg antreten, stärken wir uns noch in einem Cafe mit einer echten norwegischen Waffel. Mittlerweile sind schon sehr viele Leute unterwegs und wir müssen uns mit dem Fahrrad den Weg durch die im Rudel auftretenden Bustouristen bahnen.

Wir fahren zurück zum Auto, verladen unsere Räder und fahren nach Svolvær. Dort wollen wir eigentlich den örtlichen Campingplatz aufsuchen, was sich allerdings als Reinfall entpuppt. Schon das Schild weist nur auf die Vermietung von Hütten hin und vor Ort können wir nur einen kleinen Parkplatz neben den Hütten erkennen. Hier wollen wir auf keinen Fall übernachten. Wir fahren noch etwas nordwärts, da sich aber kein ansprechender Campingplatz zeigt, kehren wir wieder nach Svolvær zurück.

Svolvær

Wir fahren dort mit dem Fahrrad zur Statue der winkenden Fischerfrau in der Hafeneinfahrt. Von dort haben wir einen schönen Blick über die Stadt und den Hafen. Nach dem Abendessen geht es wieder zum Hurtigrutenanleger. Die MS Kong Harald steht heute auf dem Programm. Sie läuft südwärtsgehend ein. Auf das nordgehende Schiff verzichten wir heute und fahren auf den Campingplatz von letzter Nacht. Dort buchen wir uns gleich für drei Nächte ein. Wir bauen das Vorzelt auf, machen es uns noch etwas gemütlich und legen uns dann zur Ruhe.

10.Tag - 03.07.2009

Bilder von der Hurtigrutenfahrt von Stokmarknes nach Svolvær finden Sie hier

Svolvær

Heute wollen wir mit der Hurtigruten von Stokmarknes nach Svolvær fahren. Die Schiffsfahrkarte haben wir bereits zu Hause per Internet gekauft. Wir fahren nach Svolvaer, kaufen dort ein und begeben uns dann zur Bushaltestelle beim Hurtigrutenterminal. Nach und nach kommen noch ein paar weitere Leute, die wohl das gleiche vorhaben. Zum Glück haben wir schon von zu Hause das Schiff gebucht.

Der Bus fährt pünktlich um halb eins am Terminal ab und bringt uns mit ein paar Zwischenhalten zum Fähranleger nach Fiskebøl. Dort wechseln wir auf die Fähre, die im Busticket enthalten ist. Während der Überfahrt haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die Berge der Lofoten und Vesterålen. In Melbu, auf der anderen Seite, müßte uns der Bus nach Stokmarknes erwarten, was aber erstmal nicht der Fall ist. Eine Bushaltestelle ist auch schwer zu finden, aber wir warten schließlich wie die Einheimischen einfach am Kai. Nach ein paar Minuten kommt der Bus dann endlich und es geht weiter. Der Bus bringt uns in Stokmarknes direkt an den Hurtigrutenkai.

Raftsund

Dort wartet schon die MS Lofoten auf uns. Wir gehen an Bord und checken an der Rezeption ein. Es ist das zweitälteste Schiff der Hurtigruten, aber sehr schön hergerichtet. Nachdem das Schiff pünktlich abgelegt hat, platzieren wir uns auf dem oberen Deck auf der Steuerbordseite, um nachher im Raftsund den besten Blick zu haben. Die Fahrt ist bei diesem strahlenden Sonnenschein einfach wieder herrlich. Im Raftsund genießen wir das Panorama.

Trollfjord

Da die MS Lofoten nur wenig Tiefgang hat, kann es den Trollfjord direkt ansteuern und braucht nicht den Umweg um die vorgelagerte Insel nehmen. Wir wenden im Trollfjord, was bei der MS Lofoten anders als bei den modernen Hurtigrutenschiffen ohne Bugstrahlruder geschieht, und fahren wieder durch die enge Passage hinaus.

Svolvær

Weiter geht die Fahrt an der Insel Austvågøya entlang bis Svolvær, wo wir leider wieder aussteigen müssen. Es ist ein schönes Erlebnis mit so einem kleinen Schiff die norwegische Küste zu befahren, allerdings würden wir keine ganze Rundreise damit machen wollen. Nachdem die MS Lofoten ohne uns weiter Richtung Süden dampft warten wir noch auf die nordwärtsgehende MS Polarlys. Wie besichtigen das Schiff und fahren anschließend zum Campingplatz. Da der Wind im Laufe des Tages doch aufgefrischt hat, sind wir froh, dass das Vorzelt noch steht.

11.Tag - 04.07.2009

Da der Sturm heute Nacht ganz schön am Vorzelt gerüttelt hat, beschließen wir, es nach dem Frühstück abzubauen. Heute Morgen ist es mit gerade mal 11°C ziemlich frisch. Dazu weht ein eisiger Wind und der Himmel ist wolkenverhangen. Keine guten Aussichten für heute. Das geplante Radfahren auf der Insel Gimsøya fällt deswegen heute defintiv aus. Wir machen uns auf den Weg, um vielleicht wenigstens die Wanderung auf den Hoven unternehmen zu können.

Hoven

Als wir auf der Insel Gimsøya ankommen, kommt schon blauer Himmel zwischen den Wolken zum Vorschein. Wir parken beim Golfplatz und beginnen mit dem Aufstieg, der nach etwa einer Stunde vollbracht ist. Vom Hoven haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Berge der Inseln Aust- und Vestvågøya, die Vesterålen und das flache Land der Insel Gimsøya. Der Berg ist einfach zu besteigen und ein wirklich lohnendes Ziel.

Hoven

Auf dem Gipfel machen wir an einer windgeschützten Stelle Rast. Erst beim Abstieg begegnen uns die erstem Menschen, die wohl erst das gute Wetter abgewartet haben. Zurück am Campingplatz beschließen wir am Abend bei herrlichem Sonnenschein zu grillen und lassen den Tag wie immer gemütlich ausklingen.

12.Tag - 05.07.2009

Austvågøya Nordküste

Heute verlassen wir den Campingplatz um über Svolvær und die RV856 an die Nordseite von Austvågøya zu fahren. Das Wetter ist wieder richtig schön. Der eisige Nordwind läßt die Temperaturen allerdings nur knapp über 10°C steigen. In Laukvik ist heute Markttag und wir machen einen kleinen Rundgang bei den Ständen. Ein schöner Anblick ist vor allem, dass die Bewohner von Laukvik ihre Wimpel vor dem Haus durch große norwegische Fahnen ersetzt haben. Es scheint heute ein besonderer Tag in diesem Ort zu sein.
Wir fahren weiter Richtung Raftsund. Zwischendurch wird die Straße zur Schotterpiste. Hier sind heute so gut wie keine Touristen unterwegs und selbst einheimische Autos kommen uns eher selten entgegen. Kurz bevor wir wieder auf die E10 gelangen wird die Piste wieder zu einer Straße.